Bretagne-Architektur: Die Abtei von Daoulas
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Südöstlich von Brest in der Nord-Bretagne liegt die Abtei von Daoulas. Ihr Ursprung reicht bis in die Grauzone der Legenden, welche von der Gründung eines Klosters an dieser Stelle im Jahre 510 n.Chr. sprechen. Zu dieser Zeit begann die Christianisierung der Bretagne (vgl. Kelten und Heilige). Die ersten bekannten Dokumente stammen aus dem 12. Jahrhundert. Demnach wird die Abtei im Jahre 1167 gegründet und von den Augustinern geführt. Sie existiert über 4 Jahrhunderte im Wohlstand, bis sich im 17. Jahrhundert ihr Niedergang abzeichnet. Während der französischen Revolution werden die Gebäude verkauft, heute ist die Abtei im Besitz des Départements Finistère und beheimatet ein Kulturzentrum.
Das mächtige gotische Portal zieht den Bretagne-Reisenden förmlich hinein in den Kirchhof.
Von dort aus führt der Weg in die Abteikirche durch ihr Südportal.
Blick vom Chor auf den Westeingang und die Säulen der Nordfassade,
den romanischen Teil der Abteikirche.
Das romanische Kirchenschiff und das nördliche Seitenschiff der Abteikirche wurden im 11. und 12. Jahrhundert erbaut. In der Westfassade blieben dabei vorromanische Rundbögen erhalten, die aus dem 8. Jahrhundert stammen könnten.
Blick auf die Westfassade der Abteikirche.
Vom Westportal der Abteikirche ist man nach wenigen Schritten am Eingang zum Innenbereich der Abtei.
Dieser birgt als weiteren architektonischen Höhepunkt einen romanischen Kreuzgang.
Der Kreuzgang der Abtei. Es sind drei Seiten erhalten geblieben. Mauspfeil
auf Foto: Weitere Kapitelle der Kreuzgang-Säulen.
Zwischen 1167 und 1173 erbaut und im 19. Jahrhundert restauriert, wirkt er trotz seines stattlichen Alters wie gerade erst gemacht. Die Kapitelle zeigen pflanzliche und geometrische Motive. Und das aus einem Stein geschlagene, einzigartige Brunnenbecken könnte aus dem 7. oder 9. Jahrhundert stammen und von irländischen Arbeiten inspiriert sein.
Und der Innenbereich der Abtei mit seinem Park hat noch viel mehr zu bieten:
Ein großer Heilpflanzen-Garten, ein Oratorium mit einer aufwändigen Brunnenanlage und Zeugnisse der Kunst der Bretagne aus dem 10. und 16. Jahrhundert seien hier besonders erwähnt.
Textgrundlage: Informationsmaterial der Abtei
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