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Vercingetorix
Kein Bretone, aber Gallier und somit Kelte: Der Avernerfürst Vercingetorix, der viele gallische Stämme zum Kampf gegen Rom vereinigte. Im Jahre 52 v.Chr zwang Caesar ihn nach der Belagerung von Alesia zur Kapitulation und verhinderte mit seinem Sieg, dass sich der Lauf der Geschichte in Gallien und damit auch in der Bretagne noch einmal zu Gunsten der Kelten wendete. Caesar brachte den zwischenzeitlich in Gefangenschaft gehaltenen Vercingetotix 46 v.Chr. nach Rom. Er wurde in Caesars Triumphzug durch Rom geführt und danach im Kerker getötet.

Lionel-Noël Royer 1899: Vercingetorix wirft seine Waffen Caesar zu Füßen (Quelle:
Wikimedia commons).
Im 19. Jahrhundert wird Vercingetorix als Ausdruck politischer Keltophilie (vgl. A. Demandt: Die Kelten, 1998, S. 111) zu einem mythischen französischen National-Helden verklärt. Auf dem Gemälde von Royer sitzt er aufrecht und stolz auf seinem schneeweißen Pferd hoch über Caesar. In Alise-Sainte-Reine, wo sich das historische Alesia möglicherweise befand, wird 1865 ein Denkmal für Vercingetorix eingeweiht. Vercingetorix trägt die Gesichtszüge des Kaisers Napoleon III. und einen keltifizierten Schnurrbart, obwohl er auf antiken Goldmünzen bartlos dargestellt wird. In der Inschrift ist die Rede vom vereinigten Gallien, einer einheitlichen, vom selben Geist beseelten Nation, die der ganzen Welt trotzen kann. Ein anderes 1903 enthülltes Standbild in Clermont-Ferrand zeigt Vercingetorix erstmals mit dem historisch unkorrekten Flügelhelm, der seit 1925 die französische Zigarettenmarke Gauloises ziert und auch Eingang in die Asterix-Comics gefunden hat. Im Comic legt Vercingetorix aber Caesar nicht die Waffen zu Füßen, sondern schleudert sie ihm so auf die Füße, dass Caesar schmerzverzerrt davonhumpelt. Und Majestix verleugnet die Niederlage: "Alesia? Ich kenne kein Alesia! Ich weiß nicht, wo Alesia liegt! Niemand weiß, wo Alesia liegt!" Wobei die letzte Aussage auch heute noch den Stand der Erkenntnis trifft.
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