Bretagne-Tipp

Bretagne Gezeiten in Zahlen

| Die Gezeiten in der Bretagne | Bretagne Gezeiten in Zahlen | Gezeiten Entstehung | Gezeitenkraftwerk Bretagne | Gezeiten-Fischerei |

Diese Gezeitenuhr zeigt den aktuellen Gezeitenstand an, eingestellt ist sie auf Locquirec an der Bretagne - Nordküste:

PM: höchster Wasserstand, Flut
BM: niedrigster Wasserstand, Ebbe
Die Zahl auf dem Ziffernblatt gibt den Gezeiten-Koeffizienten an.

Für mehr Details zu den Gezeiten in der Bretagne einfach auf die Uhr klicken.

Im Vergleich zu einer normalen Uhr läuft die Gezeitenuhr etwas langsamer (pro Stunde ca. 2 Minuten), ansonsten kann man sie wie eine normale Uhr ablesen. Ist der Zeiger oben, so ist der höchste Wasserstand der Flut erreicht, danach läuft das Wasser ab. Nach gut 6 Stunden ist der Zeiger unten, der niedrigste Wasserstand ist erreicht. Dazwischen kann man an den Ziffern der Gezeitenuhr den aktuellen Zeitpunkt zwischen diesen Extremwerten ablesen und sehen, wieviel Stunden es bis zur nächsten Ebbe bzw. Flut sind.

Zum Gezeitenkoeffizienten siehe die Erläuterungen weiter unten.

All diese Angaben findet man auch in einem gedruckten Gezeiten-Kalender, und dort werden einige Gesetzmäßigkeiten deutlicher sichtbar:

Als Beispiel dient der Gezeiten-Kalender mit den Gezeiten für den Monat März 2002, gültig für Perros-Guirec in der Bretagne.

Date:

Datum (mit Mondphasen)

Pleines Mers:

Flut

Basses Mers:

Ebbe

Matin:

Morgen

Soir:

Abend

Coef:

Gezeiten-Koeffizient


Erläuterungen:

1.

Pro Tag sind zweimal Flut und zweimal Ebbe, z. B. galt für den 1. März: Ebbe um 1:58 h, Flut um 7:54 h, Ebbe um 14:20 h und Flut um 20:21.

2.

Die tägliche zeitliche Verzögerung der Gezeiten ist gut zu erkennen, wenn man z.B. die Morgentermine der Flut an aufeinander folgenden Tagen vergleicht. Sie kann zwischen 30 min und 1 h 40 min variieren. Im Jahresdurchschnitt beträgt sie ca. 50 Minuten pro Tag.

3.

Den Tidenhub (Höhenunterschied zwischen niedrigstem Wasserstand bei Ebbe und darauf folgendem höchsten Wasserstand bei Flut) kann man am Gezeiten-Koeffizienten ablesen: Der geringste Höhenunterschied mit einem Koeffizienten von 34 war am 22. und 23. März (kurz nach zunehmendem Halbmond), der größte Höhenunterschied mit einem Koeffizienten von 117 am 29. März (1 Tag nach Vollmond).

Der Gezeiten-Koeffizient kann (theoretisch) zwischen 20 und 120 variieren. Er ist kurz nach Vollmond und Neumond besonders hoch, während er kurz nach Halbmond besonders niedrig ist. Ist der Koeffizient geringer als 70, so spricht man von einer Nipptide (franz.: Morte-Eau oder Petite Marée), ist er größer als 70, so spricht man von einer Springtide (franz. Vive-Eau oder Grande Marée). Dabei sind die Springtiden um den Frühlings- und Herbstbeginn (die Tag-und-Nacht-Gleichen) besonders hoch, sie erreichen dann in der Bretagne Gezeitenkoeffizienten von wenigstens 105, oft sogar über 110. Alle 4,5 Jahre (wie hier im Jahr 2002) erreicht eine Springtide an der Nordküste der Bretagne nahe einer Tag-und-Nacht-Gleichen sogar einen Wert von über 116. Werte von 117 und 118 gehören zu den herausragendsten Ereignissen an der Nordküste der Bretagne. Erst 2010 wird in der Nord-Bretagne wieder ein Gezeiten-Koeffizient von 117 erreicht, aber auch 2006 wird mit 115 zum Frühlingsbeginn zu einem besonderen Bretagne-Erlebnis.

Wenn man es genau wissen will:

Man kann den Tidenhub auch berechnen, indem man den Gezeiten-Koeffizienten K mit dem Ortsfaktor U für den betreffenden Ort multipliziert und das Ergebnis mal 2 nimmt:

Tidenhub = 2 x U x K (in cm)

Während der Koeffizient K für alle Orte gilt, sich aber von Tidenhub zu Tidenhub ändert, gilt der Ortsfaktor U nur für einen bestimmten Ort, aber für alle Zeiten. Beispiele für Ortsfaktoren rund um die Bretagne-Küste zwischen St-Nazaire ganz im Süden der Bretagne und Granville ganz im Nordosten in der Bucht des Mont-St-Michel (höchster Wert Europas):

St-Nazaire

2,56

Concarneau

2,21

Brest

3,21

Roscoff

3,94

Paimpol

5,23

Granville

6,06


Also: Im Gezeitenkalender (siehe oben) findet man am 22. März den niedrigsten Gezeitenkoeffizienten K = 34 des Monats. Folglich war an diesem Abend beispielsweise in Paimpol (Ortsfaktor U = 5,23) der Tidenhub= 2 x 5,23 x 34 = 355,64 cm, also ungefähr 3,56 m, während er am 29. März dort 2 x 5,23 x 117 = 1223,82 cm betrug, also ungefähr 12,24 m. Wie man nun auch selbst leicht zur Kontrolle berechnen kann, betrug am gleichen Tag der Tidenhub in der Bucht des Mont-St-Michel sogar 14,18 m. Man mache sich diesen Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut einmal an den Häusern seiner Umgebung klar!

Bretagne Gezeiten

| Die Gezeiten in der Bretagne | Bretagne Gezeiten in Zahlen | Gezeiten Entstehung | Gezeitenkraftwerk Bretagne | Gezeiten-Fischerei |

Bretagne-Informationen

| Startseite | Lage | Anreise | Gezeiten | Klima und Wetter | Megalith-Kultur | Kelten und Heilige | Könige, Zauberer und Feen | Umfriedete Pfarrbezirke | Burgen und Schlösser | Wohnen früher | Bretonische Sprache | Blumenkohl-Krieg | Essen und Trinken | Austern | Coquille Saint-Jacques | Natur und Umwelt | Inseln | Wandern | Wassersport | Volkssport Pétanque | Tourismus und Sehenswürdigkeiten | Veranstaltungen | Nacht der Würstchen |

Eine Karte der Bretagne
Karte

Das Landesinnere der Bretagne
Argoat

Ferienhäuser mittendrin im Bretagne-Urlaub.
Ferienhaus Bretagne

Die Küste der Bretagne
Armor

Das Bretagne-Forum - die Bretagne im Gespräch
Forum

Ferienhaus-Bretagne-Urlaub Impressum Kontakt © Copyright Wolfgang Wendroth 2002-2011