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Telekommunikation und Bretagne

1957 versetzte die Sowjetunion mit dem ersten auf eine Erd-Umlaufbahn gebrachten Satelliten die westliche Welt in den "Sputnik-Schock". Die Eroberung des Weltraums begann, und mit dem ersten Kommunikations-Satelliten 1960 auch die Vorbereitung des Satelliten-Fernsehens. Am 23. Juli 1962 wurde die erste Live-Sendung für die Eurovision aus den USA gesendet, übertragen durch den knapp 14 Tage vorher ins All geschossenen ersten zivilen Kommunikationssatelliten Telstar 1 und empfangen mit der ab 1960 erbauten riesigen Parabolantenne in Pleumeur-Bodou unweit von Lannion in der Bretagne. Heute befindet sich dort ein Museum für Telekommunikation.

Telstar 1 raste übrigens mit enormer Geschwindigkeit auf einer Bahn mit maximal 5600 km Höhe um die Erde, so dass damals die transatlantische Fernsehverbindung nicht viel länger als 10 Minuten möglich war. Erst die sogenannten "geostationären" Satelliten, die in knapp 36.000 km Höhe scheinbar über der Erde still stehen (sie umrunden die Erde genauso schnell wie diese sich dreht), erlauben auch in der Bretagne das Aufstellen der schmucken Satellitenschüsseln.

Außerdem wurde das 1960 gegründete nationale französische Zentrum zur Erforschung und Entwicklung der Telekommunikation (später Teil der France Télécom) in Lannion in der Bretagne angesiedelt. Heute findet man neben dieser für Lannion bedeutenden Einrichtung außerdem noch weitere Hightec-Unternehmen, so dass sich die Stadt an der Nordküste der Bretagne stolz "une ville nature et technologique" nennen kann.