Bretagne-Tipp

Infos aus erster Hand und Ferienhäuser als Mittelpunkte des Erlebens

Bretagne-Urlaub und Corona

Auch in Corona-Zeiten bleibt der Bretagne-Urlaub für Individualreisende sehr überlegenswert. Die Anfahrt mit dem eigenen PKW, das große Angebot an frei stehenden, für sich schon Sicherheit garantierenden ansprechenden Ferienhäusern mit eigenen Gärten in Meeresnähe, der fehlende Massentourismus und die vielen Möglichkeiten der Erholung und Entspannung in einer einmaligen Küstenlandschaft mit ihrer herrlich unbelasteten, erfrischenden Atlantik-Luft tragen dazu bei, dass man seinen Urlaub in der Bretagne in der Regel ohne eine größere Ansteckungsgefahr als im heimischen Umfeld verbringen kann. Es ist eben nicht das Reisen das Problem, sondern ein Verhalten, welches das Risiko der Corona-Ansteckung außer Acht lässt.

Sogar eine Corona-Reisewarnung für die Bretagne muss nicht in allen Fällen ein Grund sein, auf den individuellen Bretagne-Urlaub zu verzichten. Eine Reisewarnung ist schließlich kein Reiseverbot. Die Grenzen sind geöffnet, und Sie können ungehindert in die Bretagne gelangen. Natürlich muss das Infektionsrisiko vor Ort überschaubar sein. Außerdem ist bei der Urlaubsplanung im Falle einer Reisewarnung zu berücksichtigen, dass die Rückkehr mit einem Corona-Test und mit Quarantäne-Bestimmungen verbunden ist, die ggf. mit dem Beruf in Einklang zu bringen sind.

Bretagne und Corona - aktuelle Zahlen

Seit dem Sommer 2020 steigen die Covid-19-Fallzahlen in Frankreich kontinuierlich und gravierend an, mit aktuellen Spitzenwerten von über 40.000 nachgewiesene Neuinfektionen an einem Tag. Am 23. Oktober betrug die Inzidenz (also die Anzahl der positiven Coronatests innerhalb von 7 Tagen pro 100.000 Einwohner) in Frankreich 289,9. Den höchsten Wert verzeichnet im französischen Mutterland die Region Auvergne-Rhône-Alpes (504,7), den niedrigsten die Bretagne (132,9). Zahlreiche französische Metropolen bilden Infektions-Schwerpunkte, nächtliche Ausgangssperren wurden dort verhängt.

Aktuelle Corona-Situation der Bretagne in Frankreich
Corona-Situation Bretagne Frankreich, veröffentlicht auf santepubliquefrance.fr

Das deutsche Auswärtige Amt hat seit langem für verschiedene französische Regionen Reisewarnungen ausgesprochen. Seit dem 23. September ist auch die Bretagne dabei, ab dem 17. Oktober gilt die Reisewarnung für ganz Frankreich. Schauen wir uns nun die Bretagne genauer an:

Bretagne Corona: Aktuelle Zahlen der Inzidenz
Inzidenz der vier bretonischen Départements, veröffentlicht auf santepubliquefrance.fr

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Bretagne trotz ihrer deutlich gestiegenen Werte zu den Regionen Frankreichs gehört, die das Coronavirus am wenigsten getroffen hat. Dies betrifft die Bretagne als Ganzes (niedrigste Inzidenz Frankreichs) und auch die Départements Finistère, Côtes d'Armor und Morbihan, die zu den am wenigsten betroffenen Départements von ganz Frankreich zählen. Dieser abgelegene, vom Meer umgebene Zipfel Frankreichs behauptet sich eben auch in diesen schweren Zeiten. Das macht Mut, und gibt viel Hoffnung für das kommende Frühjahr.

Außerdem ist das Risiko einer Corona-Infektion für den Urlauber in der Bretagne bei Weitem nicht so hoch, wie es die Reisewarnung suggeriert. Es ist wie in Deutschland. Die Infektionsherde liegen in spezielle Städten und Gemeinden. In neuerer Zeit waren in der Bretagne Schulen, Universitäten, Altersheime und private Bereiche stark betroffen, oder auch die Hauptstadt der Bretagne Rennes, die tief im Landesinneren von Ille-et-Vilaine liegt. Der Urlauber ist in der Regel aber nicht in den großen Städten, in Bildungseinrichtungen oder bei privaten Feiern zu finden. Er genießt seinen Bretagne-Urlaub vielmehr in kleinen Küstenorten, am Strand, in der Natur oder im gemieteten Ferienhaus. Und das demnächst vielleicht sorgenfreier als in Deutschland. Denn überfüllt war die Bretagne noch nie.