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Das weiße Hermelin - Symbol der Bretagne

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Das weiße Hermelin ist ein wichtiges Symbol der Bretagne, auf das natürlich auch die bretonische Flagge nicht verzichten mag. Sie weist auf die Herzöge der Bretagne des Mittelalters zurück, die ein Wappen mit Hermelinschwänzen führten, verbunden mit dem Wahlspruch "Potius mori quam foedari" (Lieber sterben als entehrt zu werden). Dahinter verbarg sich das stolze und reine weiße Hermelin, dem nachgesagt wurde, sich eher töten zu lassen, als dass es sich sein makelloses Fell beschmutzt (→ Legende).

Wenn heute ein Bretone vom weißen Hermelin spricht, so meint er damit die Bretagne. Beispielsweise sang Gilles Servat in seinem Chanson "La Blanche Hermine" aus dem Jahre 1970 darüber und errang mit seinem die bretonische Identität bekräftigenden Text den Status einer inoffiziellen Nationalhymne der Bretagne. Kein Wunder auch, dass heute ein Bier der bretonischen Brauerei Lancelot so heißt und dass etliche Restaurants sich mit diesem Namen schmücken.

Die Legende vom weißen Hermelin

Während einer Jagd von Herzogin Anne de Bretagne und ihrem Hofstaat gelang es einem weißen Hermelin zu fliehen. Als es an ein sumpfiges Gelände kam, blieb es aber stehen und lief trotz der herannahenden Bedrohung nicht weiter. War es eher bereit zu sterben, als dass es sein Fell beschmutzen würde? Durch den Mut des stolzen Tieres beeindruckt, nahm die Herzogin das Hermelin auf und beschützte es. Seitdem führte sie in ihrem Wappen den Wahlspruch "Lieber sterben als entehrt zu werden". Nach anderen Quellen wird diese Begebenheit nicht Anne de Bretagne, sondern Konan Meriadeg (Conan Mériadec) oder dem Herzog Alain II. Schiefbart (Alain Barbe-Torte) zugeschrieben. Letzterer hätte dann die Story schon 500 Jahre eher als Anne erlebt, bei Konan könnte es locker das Doppelte sein.