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Bretagne-Tipp |
Natur und Umwelt
Bei Einrechnung aller Buchten ist die Bretagne mit einer 2730 km langen Küste die größte Küsten-Region Frankreichs. Die Landschaft der Bretagne wird durch drei Vegetationstypen bestimmt: Die Bocage ("la bocage"), die Heide ("la lande") und die Waldgebiete. 12% der Bretagne sind mit Wald bedeckt. Der Wald von Paimpont und der Wald von Huelgoat sind die beiden größten zusammenhängenden Waldgebiete der Bretagne (siehe auch Könige, Zauberer und Feen). Es gibt in der Bretagne sechs geschützte Landschaftsparks, beispielsweise die Bucht des Mont Saint-Michel, das Cap Fréhel und die Rosa-Granit-Felsen von Ploumanac´h. Die Pointe du Raz, welche westlich von Douarnenez liegt, war eine der ersten französischen Landschaften, die den Titel "Grand site de France" erhielt.

Einen riesigen Naturpark ("Parc naturel régional d´Armorique" im Finistère, 172.000 ha) und sieben Natur-Reservate zählt die Bretagne, u.a. die Bucht von Saint-Brieuc und die Inselgruppe der Sept-Îles. In der Bretagne wurden 128 geschützte Pflanzenarten gezählt, 78 wild lebende Säugetier-Arten kommen in der Bretagne vor, davon 18 Meeressäugetier-Arten, u.a. Seehunde, Delfine und Wale, und 263 verschiedene Vogel-Arten werden regelmäßig beobachtet. Und auch der heilige Ibis ist in der Bretagne heimisch geworden.
Video von Yannick Cherel zur Artenvielfalt der Bretagne Küste;
Quelle: Youtube
Keine Kommune der Bretagne liegt weiter als 80 km vom Meer entfernt (vgl. Lage der Bretagne). Und mit fast 800 Inseln ist die Bretagne auch noch die inselreichste Region Frankreichs. Dabei entspricht die Wasserqualität der Bade-Gewässer der Bretagne zu 97% den Richtlinien (Angaben von 2010, detaillierte aktuelle, offizielle Informationen dazu --> Wasserqualität Strände Bretagne). Die Bretagne gehört zu den Regionen Frankreichs mit den geringsten Belastungen durch Luftverschmutzung, und es gibt in der Bretagne nur eine sehr schwache Umweltverschmutzung industriellen Ursprungs. Allerdings ist auch die Bretagne nicht frei von Umweltbelastungen. So gelten die starke Bodendüngung und die Schweinezucht in der intensiv betriebenen Landwirtschaft der Bretagne als verantwortlich für den erhöhten Nitratgehalt des Trinkwassers und das in einigen Buchten der Bretagne vermehrte Aufkommen von grünen Algen (vgl. Bretagne Algen, Algenplage). Und nach wie vor ist in der Bretagne die Sorge groß, dass sich an ihrer Küste wieder eine fremd verursachte ökologische Katastrophe ereignen könnte, wie sie zuletzt 1999 durch den Öltanker Erika ausgelöst wurde (vgl. Geschichte: die Bretagne heute).
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