Bretagne-Tipp

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La Baule

Städte, Orte

An La Baule scheiden sich die Geister der Bretagne (→ Tourismus). Auch wenn die Stadt zwischen der Halbinsel von Guérande und der Hafenstadt St-Nazaire liegt und somit zur historischen Bretagne gehört, mag man sie nicht so recht als bretonische Stadt begreifen. Das liegt sicherlich nicht an dem umwerfenden 7 km langen Sandstrand, der zu den schönsten Stränden Europas zu zählen ist - wenn er nicht der schönste ist. Wenn an der Strandpromenade nur nicht die ebenso lange Häuserzeile aus vielgeschossigen, balkonbewehrten Apartmentkomplexen prangen würde, hier und da noch schüchtern unterbrochen durch ein reizvolles, älteres Bauwerk. Hier bestaunt man so etwas wie den sonst in der Bretagne nicht heimisch gewordenen Massentourismus.

Natürlich sieht man von einem der zahllosen Balkone dieser Komplexe nicht diese Baulandschaft, sondern das herrliche, weite Meer, ebenso wird der Strandgenuss durch sie nicht geschmälert. Und nur eine Querstraße hinter der Strandpromenade ist dieser Spuk auch schon zu Ende, man taucht in ein bewaldetes Villengebiet ein, das den Charme des Edlen und Alten dezent und traditionsbewusst bewahrt.

Ist es doch nicht so schlimm? Haben die Kontraste ihren Reiz? Wo sollte man die vielen Menschen unterbringen, die im Sommer gerne an diesem absolut gepflegten Strand liegen möchten? Kann man manchem gewaltigen, modernen Bauwerk nicht doch etwas Positives abgewinnen? Macht es nicht Spaß, die Gegensätze an der Promenade aufzuspüren? Durch das Villenviertel zu streifen und festzustellen, dass in der Mitte einer stillen, zweispurigen Allee im Schatten der Bäume ein komfortabler Reitweg verläuft? Oder vor dem altehrwürdigen Luxushotel L'Hermitage am oberen Ende von La Baule zu stehen und sich vorzustellen, wie die Welt in La Baule so um 1900 ausgesehen haben mag? ........ Vielleicht nicht gerade im Juli oder August.