Bretagne-Tipp

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Brest

Städte, Orte

Brest, das ist die große Hafenstadt am Ende der Welt, das Industrie- und Handelszentrum der westlichen Bretagne mit bedeutendem Handelshafen und Marinestützpunkt am Atlantik, nach Rennes die zweitgrößte Stadt der Bretagne und einzige weitere Großstadt, Präfektursitz, kulturelle Metropole des Nord-Finistères und Universitätsstadt.

Die Festung von Brest (Château de Brest) und die Aquarien von Océanopolis sind die beiden größten touristischen Sehenswürdigkeiten in Brest. Der Besuch der Festung ist ein kurzweiliger Rundgang, bei dem sich die Präsentationen des Seefahrt-Museums und die Blicke über den Hafen und die weite Bucht von Brest abwechslungsreich mischen. Quasi als Ergänzung bietet Océanopolis eine beeindruckende Präsentation der heimischen Meereswelt im Atlantik. Aber auch das Polarmeer und die tropischen Gefilde sind plötzlich ganz nah.

In Brest ist einiges los. Das alle vier Jahre stattfindende Hafenfest ist die berühmteste Veranstaltung von Brest, ein riesiges Spektakel. Aber auch das Festival der elektronischen Musik Astropolis hat sich etabliert, und die Hafen-Donnerstage im Juli/August locken mit Musik, Straßentheater und vielem mehr (→ Bretagne Veranstaltungen). Auch sonst wird einiges geboten, man denke nur an das Kulturzentrum "Le Quartz".

Brest ist ganz anders als vor dem 2. Weltkrieg. Nach ihrer völligen Zerstörung erfuhr die Stadt nicht wie St-Malo den Luxus des Wiederaufbaus nach alten Plänen (→ Bretagne Geschichte). So sind hier keine der sonst aus der Bretagne so vertrauten alten, malerischen Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern oder alten Steinhäusern zu finden, sondern eine modernere Architektur und klare Straßenführungen mit der Rue de Siam als dominierender Straßenachse. Unter touristischem Blickwinkel könnte die Stadt deshalb ein wenig nüchtern und aufgeräumt erscheinen. Aber das verliert sich schnell.

Brest nach dem 2. Weltkrieg
Quelle: Wikimedia commons